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Erfolge > 2011 > Bundeswettbewerb
Am Samstag, 18. Juni 2011, fuhren wir (Michelle, Katharina, Tanja und Saskia) gemeinsam mit Hans Walter nach Berlin. Um 10 Uhr trafen wir uns der Mittelschule, mindestens fünf Stunden später hatten wir unser Ziel erreicht. Nach mehrmaligem Verfahren (Tanja: "Net amal a Navi...") sind wir doch im „A & O-Hostel“ angekommen. Wir waren dann noch mit zwei weiteren Mädels im Zimmer, anfangs waren wir nicht begeistert, aber dann ging's ganz gut. Unsere Zimmer waren aber nicht so unser Ding. Von wegen saubere Vorhänge und Decken....
Gerade mal angekommen schon mussten wir wieder los. Die "Streifzüge" standen auf dem Plan. Wir hatten uns für das Thema "Berlin - geteilt" entschieden. Ungefähr eine Stunde hat uns unser Führer Robert Liebscher über die Mauer erzählt.
Wie die gebaut war, wie breit der Todesstreifen dahinter war, wie schwierig es war, überhaupt bis zu der "Mauer" zu kommen, die wir vom Westen aus kennen. Dazu waren wir in einer Gedenkstätte an der Bernauer Straße. Das ist die einzige Stelle, wo die Anlage in der gesamten Breite noch da ist - und vor 50 Jahren ging die erste Mauer bis direkt an die Häuser ran, da konnten die Menschen aus dem Fenster in den Westen springen.
Herr Liebscher hat dann auch viel über die Menschen erzählt, die durch die Teilung Berlins ums Leben gekommen, ganz persönliche Geschichten. Für diese Opfer gibt es ein "Fenster des Gedenkens" mit Fotos, Namen und Daten.
Weiter ging's zur "East Side Gallery". Das ist das längste Stück Mauer, das noch da ist (1,3 Kilometer lang). Künstler aus verschiedenen Ländern haben da Bilder auf den Beton gemalt, die mit der Öffnung der Grenze zu tun haben. Eines davon sollten wir finden und etwas dazu sagen. Das war nicht leicht, denn erst haben wir ja nur gedacht, die beiden sind halt schw**....
Stimmt aber nicht. Das sind die ehemaligen Staatschefs von Russland und der DDR, Leonid Breschnew und Erich Honecker beim "sozialistischen Bruderkuss". Und so lange die Sowjetunion und die DDR sich so "geliebt" haben, gab's keine Freiheit für die Menschen in Ostdeutschland.
Dann hats auch noch geregnet. Toll, pitsche-patsche-nass warma. Und ziemlich fertig, weil das war schon anstrengend - ich mein, fünf Stunden Anfahrt und dann 'nen halben Marathonlauf durch Berlin!
Erst um 20.00 Uhr sind wir dann in ein Wirtshaus am Südstern zum Abendessen gegangen. Es gab Schnitzel oder Lasagne. Für fünf Spezi haben wir 16,50 Euro bezahlt! Also Berlin ist schon teuer....